Studienauftrag Wohnhäuser, Buchs
„Umbau und Aufstockung eines Wohnblocks aus den 80er Jahren als Alternative zum Ersatzneubau“

Buchs, CH, 2025
Status: Konzept, 2.Platz

Entwurf: Alma Maki
Mitarbeit: Alma Maki: Friederike Kluge, Meik Rehrmann, Tom Knopf (Projektleitung), Dominik Lüthi
Projektpartner: Westpol Landschaftsarchitektur, WMM Ingenieure AG, Waldhauser Hermann AG, Glaser Baupartner GmbH, BAKUS Bauphysik & Akustik AG

Visualisierung: Alma Maki

 

Das Projekt entwickelt eine bestehende Wohnanlage aus den 1980er-Jahren weiter. Die drei Gebäudekörper werden erhalten, behutsam erweitert und in Holzbauweise aufgestockt. Dadurch wird graue Energie eingespart, die vorhandene Bausubstanz genutzt und zusätzlicher, zeitgemässer Wohnraum geschaffen. Ein zentraler Gartenhof bildet das neue grüne Herz der Siedlung und stärkt Aufenthaltsqualität, Biodiversität und Klimakomfort. Die Wohnungen werden räumlich optimiert, barrierefrei erschlossen und durch neue Balkone sowie grosszügige Verglasungen deutlich aufgewertet. Flexible Grundrisse ermöglichen vielfältige Wohnformen. Das Freiraumkonzept setzt auf Erhalt des Baumbestands, die Wiederverwendung  von Materialien und eine klare Durchwegung und Adressbildung für die Anwohnenden. Das Tragwerk bleibt weitestgehend erhalten und muss nur punktuell verstärkt werden. Bauphysikalisch wird der Bestand ertüchtigt, indem die bestehende Dämmung aufgedoppelt wird. Die Energieeffizienz wird durch Wärmepumpen mit Erdsonden, Bodenheizung, Low-Tech-Lüftung und eine grossflächige Photovoltaikanlage auf dem Dach sichergestellt. Es entsteht eine ressourcenschonende wie zukunftsfähige Wohnüberbauung, die sich harmonisch in das Quartier einfügt und bestehende Identitäten in eine neue Lebensphase überführt.

Aus dem Jurybericht: «Besonders spannend gestaltete sich die abschliessende Diskussion am zweiten Jurytag, als noch zwei Projekte in der engeren Wahl standen. Der eine Entwurf setzte auf den weitgehenden Erhalt der bestehenden Substanz, passte deren Grundrisse den heutigen Anforderungen an und ergänzte diese punktuell. Der andere Vorschlag hingegen wählte den Weg eines vollständigen Neubaus – effizient organisiert, mit überzeugenden Wohnungsgrundrissen und ebenfalls einem Fokus auf Nachhaltigkeit, verkörpert durch eine Holzkonstruktion. Diese finale Diskussion war anspruchsvoll, wurde jedoch mit grosser Fairness und Tiefe geführt – unterstützt durch die Expertise unseres Nachhaltigkeitsspezialisten, wobei auch die wirtschaftlichen Aspekte sorgfältig in die Beurteilung einflossen. Nach eingehender Prüfung und Abwägung aller relevanten Kriterien entschied sich das Preisgericht schliesslich einstimmig für das Projekt „Tiramisu“. Dieses überzeugt mit einem mutigen Neubeginn, sehr gut organisierten Grundrissen sowie einem ebenso durchdachten wie qualitätsvollen Freiraumkonzept – beides bleibende Werte, die auch im weiteren Sinne als nachhaltig betrachtet werden können. Gleichzeitig möchten wir ausdrücklich unsere Anerkennung gegenüber dem Team aussprechen, das den Bestand als Grundlage gewählt und damit versucht hat, die gestellten Anforderungen innerhalb des vorhandenen Rahmens zu erfüllen. Gerade dieser Ansatz hat das Beurteilungsgremium zusätzlich gefordert – galt es doch, eine Vielzahl komplexer Themen in die Entscheidung mit einzubeziehen.»             

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Aufstockung
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Umbau Regelgeschoss
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Lageplan
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